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Humboldt-Universität zu Berlin    ·    Nordeuropa-Institut
Forschungsgruppe Nordeuropäische Politik e.V.
Research Group for Northern European Politics
NGO-Ostseekooperation
am Nordeuropa-Institut der Humboldt-Universität zu Berlin

Die Forschungsgruppe Nordeuropäische Politik e.V. (FOR:N) ist vom Auswärtigen Amt beauftragt worden, das deutsche NGO-Ostseenetzwerk zu restrukturieren und zu erweitern sowie im Frühjahr 2012 im Rahmen der deutschen Ostseeratspräsidentschaft das traditionelle NGO-Forum zu organisieren. Ziel des Projektes ist es, in Deutschland nachhaltige Strukturen für die Kooperation von NGOs im Ostseeraum zu schaffen und gemeinsam mit den Partnern im internationalen NGO-Ostseenetzwerk dem transnationalen Kooperationsprozess neue Impulse zu verleihen.

Die Stärkung der Zivilgesellschaft im Ostseeraum ist nicht nur ein wichtiger Arbeitsschwerpunkt des Ostseerates, sondern auch ein konstitutiver Faktor der regionalen Kooperation. Durch die aktive Unterstützung der Modernisierungs- und Demokratisierungsprozesse in den baltischen Staaten, Polen und Russland während der letzten 20 Jahre hat auch der Ostseerat Anteil an den dortigen Erfolgen. Eine weitere wichtige Funktion liegt in der Einbeziehung Russlands, das dem Ostseerat als Forum internationaler und regionaler Zusammenarbeit einen besonderen Stellenwert zumisst und ebenfalls im NGO-Netzwerk aktiv vertreten ist.

Mit der Nördlichen Dimension (ND) sowie der EU-Ostseestrategie (EUSBSR) hat sich die EU als ein zentraler Akteur der Ostseekooperation etabliert. Gleichzeitig existieren nach wie vor deutliche ökonomische und teilweise auch zivilgesellschaftliche Disparitäten zwischen den östlichen und den westlichen Teilen des Ostseeraumes. Dies bietet für die Tätigkeit von NGOs in den verschiedensten Feldern Chancen und Herausforderungen. Eine grundsätzliche Frage der NGO-Zusammenarbeit lautet, welche Rolle die NGOs zukünftig in den neuen EU-Kooperationsstrukturen spielen wollen und können.

Seit nunmehr 10 Jahren haben regelmäßig einmal jährlich sog. NGO-Foren auf ostseeregionaler Ebene stattgefunden. Ausgerichtet in dem Land, das jeweils die Ostseeratspräsidentschaft innehat, stellen sie einen Treffpunkt für die verschiedensten NGOs aus allen Ostseeanrainerländern dar. Das Ziel der Foren ist es, die Zivilgesellschaft im Ostseeraum zu stärken, indem NGOs hier die Gelegenheit erhalten, Ideen auszutauschen, neue Netzwerkverbindungen zu knüpfen und in Dialog mit politischen Entscheidungsträgern zu treten. Auf diese Weise können Erfahrungen ausgetauscht und kann die Arbeit der NGOs sichtbarer gemacht werden. Die konkrete Ausgestaltung des Forums wird vom jeweils ausrichtenden nationalen Netzwerk in Zusammenarbeit mit einem beratenden NGO-Komitee des Ostseenetzwerks unter Einbeziehung von Vorschlägen der angeschlossenen NGOs festgelegt.

Das NGO-Ostseenetzwerk ist offen für alle NGOs, die bereit sind, an diesem Diskussionsprozess teilzunehmen. Die Zusammenarbeit innerhalb des Netzwerks war zeitweise von hoher Fluktuation sowohl unter den NGOs als auch unter den nationalen Koordinationsstellen, den sog. Focal Points, geprägt. Anlässlich der norwegischen Ratspräsidentschaft 2010/11 fand kein NGO-Forum statt, jedoch wurde in Zusammenarbeit mit dem Ostseerat (Council of the Baltic Sea States, CBSS) ein Rahmen für den fortgesetzten Dialog untereinander initiiert.

Das verbliebene deutsche NGO-Ostseenetzwerk verfügte seit Frühjahr 2010 über keinen Focal Point mehr. Die Forschungsgruppe Nordeuropäische Politik (FOR:N) – selbst eine NGO- hat die Funktion des Focal Points vorübergehend übernommen und ist für die Vorbereitung und praktische Durchführung des NGO-Forums 2012 verantwortlich. Dazu sind zwei Koordinatorenstellen geschaffen worden, die Anna-Lena Pohl und Krister Hanne übernommen haben. Unterstützt werden sie von einem Beirat aus dem Kreis der FOR:N-Mitglieder, die ihre Expertise und persönlichen Kontakte zu NGOs einbringen sowie konzeptionelle Vorschläge unterbreiten.

Die Veranstaltung des NGO-Forums 2012 in Berlin dient auch dem Ziel, die Relevanz des Ostseeraums und der Ostseekooperation stärker im Bewusstsein der bundespolitischen Entscheidungsträger in Berlin zu verankern. Eine Koordinierung des NGO-Forums mit den übrigen Veranstaltungen der Ratspräsidentschaft soll zu weiterer gegenseitiger Befruchtung beitragen.


Koordinatoren:

Anna-Lena Pohl
anna-lena.pohl@hu-berlin.de
fon +49 (0)30 2093-9752
fax +49 (0)30 2093-9626
mobile +49 (0)176 20 08 10 31

Krister Hanne
krister.hanne@hu-berlin.de
fon +49 (0)30 2093-9752
fax +49 (0)30 2093-9626
mobile +49(0)179 32 77 561

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